März-Auslese
Jan Gaspard, Offenbarung 23 - Die Wahrheit ist unsterblich
In Berlin wird die Hacker-Legende Tron, alias Boris F., erhängt in einem Park aufgefunden. In Las Vegas töten mehrere Schüsse den berühmten Rapper Tupac Amaru Shakur. Eine geheimnisvolle CD bildet offensichtlich eine Verbindung zwischen den beiden Morden. Oder ist alles bloß ein raffiniertes Täuschungsmanöver? Eines ist jedenfalls klar: Der Top-Hacker scheint zu Lebzeiten viele Geheimnisse entschlüsselt zu haben. Weshalb sich Geheimdienste und obskure Zirkel für ihn interessierten.
Selten habe ich so viel Unfug auf so wenig Seiten gelesen. Es ist mir ein Rätsel, warum diese Serie so erfolgreich ist. Eine wirre an den Haaren herbeigezogene Story, komische Charaktere, die sich merkwürdig benehmen und merkwürdig sprechen. (ohne Bewertung)
Terry Pratchett, The Truth
(2000)
"The Truth" handelt von der Entstehung von Ankh-Morporks erster Zeitung, dessen Herausgeber fast augenblicklich zum recherchierenden Journalisten wird.
Nett für Zwischendurch - mal wieder etwas auf Englisch und immer wieder schön, was Herrn Pratchett so alles einfällt (***)
Arundhati Roy, Der Gott der kleinen Dinge
(The God of Small Things, 1997)
Ein himmelblauer Straßenkreuzer fährt an einem klaren Dezembermorgen des Jahres 1969 durch die Reisfelder des südindischen Kerala. Doch was als sonnendurchflutete Autofahrt beginnt, endet in einer Tragödie …
Voller Sprachmagie erzählt Arundhati Roy die atemberaubende und schillernde halbautobiografische Geschichte einer Familie, die an verbotener Liebe zerbricht.
"Sprachmagie" trifft es schon sehr richtig - Roy hat eine sehr starke und poetische Bildsprache und ich habe doch ein bisschen Einlesezeit für den "Gott der kleinen Dinge" gebraucht. Wenn man sich dann an den Erzählfluß gewöhnt hat, die Rückblenden nachvollziehen und die ganzen Familienmitglieder auseinander halten kann, dann gelingt es auch, dass man sich auf die Geschichte einlässt und sich davon verzaubern lässt. (****)
Paul Auster, Nacht des Orakels
(Oracle Night, 2003)
In seinem Roman "Nacht des Orakels" versucht Auster dem Geheimnis zufälliger Begegnungen auf die Spur zu kommen, die dem Leben ihre entscheidende Wendung geben. Der Romanheld Sidney Orr gewinnt in seinem neu geschenkten Leben zunächst alles, was er anstrebt, um wenig später durch unvorhersehbare Wendungen wieder alles zu verlieren.
Ich versuch es immer wieder - irgendwie ist er mir sympathisch, der Paul Auster. Aber außer mit "City of Glass", "Smoke", "Blue in the Face" und dem "Roten Notizbuch" kann ich mich nicht mit seinen Werken anfreunden. Was mir nun konkret an der "Nacht des Orakels" missfallen hat: Kaum steht der Personenaufbau der Hauptgeschichte wird man in die metafiktionale Ebene versetzt (der Held beginnt ja nun einen Roman zu schreiben) und muss noch einmal circa 30 Leute kennenlernen. Ach und dann kommt noch ein Filmscript … und zu guter Letzt gibt es zwar im Hauptplot ein paar überraschende Wendungen, die mich jetzt aber auch nicht wirklich überzeugt haben. (**)
Paul Auster, Das rote Notizbuch
(The Red Notebook and Other Writings, 1995)
Wie wirkt der Zufall auf unsere Existenz, und was steckt hinter dieser geheimnisvollen Macht? Diese Frage durchzieht Paul Austers gesamtes schriftstellerisches Werk. Über viele Jahre hat Paul Auster Ereignisse aus seinem Leben und aus dem Leben von Freunden festgehalten. Diese dreizehn unglaublichen Erzählungen ergeben "Das rote Notizbuch".
60 Seiten - kann man prima in einer Stunde in der Badewanne lesen, auch öfter mal in die Hand nehmen und sich an den kleinen Episoden erfreuen, die Paul Auster aufgeschrieben hat. (****)
In Berlin wird die Hacker-Legende Tron, alias Boris F., erhängt in einem Park aufgefunden. In Las Vegas töten mehrere Schüsse den berühmten Rapper Tupac Amaru Shakur. Eine geheimnisvolle CD bildet offensichtlich eine Verbindung zwischen den beiden Morden. Oder ist alles bloß ein raffiniertes Täuschungsmanöver? Eines ist jedenfalls klar: Der Top-Hacker scheint zu Lebzeiten viele Geheimnisse entschlüsselt zu haben. Weshalb sich Geheimdienste und obskure Zirkel für ihn interessierten.
Selten habe ich so viel Unfug auf so wenig Seiten gelesen. Es ist mir ein Rätsel, warum diese Serie so erfolgreich ist. Eine wirre an den Haaren herbeigezogene Story, komische Charaktere, die sich merkwürdig benehmen und merkwürdig sprechen. (ohne Bewertung)
Terry Pratchett, The Truth
(2000)
"The Truth" handelt von der Entstehung von Ankh-Morporks erster Zeitung, dessen Herausgeber fast augenblicklich zum recherchierenden Journalisten wird.
Nett für Zwischendurch - mal wieder etwas auf Englisch und immer wieder schön, was Herrn Pratchett so alles einfällt (***)
Arundhati Roy, Der Gott der kleinen Dinge
(The God of Small Things, 1997)
Ein himmelblauer Straßenkreuzer fährt an einem klaren Dezembermorgen des Jahres 1969 durch die Reisfelder des südindischen Kerala. Doch was als sonnendurchflutete Autofahrt beginnt, endet in einer Tragödie …
Voller Sprachmagie erzählt Arundhati Roy die atemberaubende und schillernde halbautobiografische Geschichte einer Familie, die an verbotener Liebe zerbricht.
"Sprachmagie" trifft es schon sehr richtig - Roy hat eine sehr starke und poetische Bildsprache und ich habe doch ein bisschen Einlesezeit für den "Gott der kleinen Dinge" gebraucht. Wenn man sich dann an den Erzählfluß gewöhnt hat, die Rückblenden nachvollziehen und die ganzen Familienmitglieder auseinander halten kann, dann gelingt es auch, dass man sich auf die Geschichte einlässt und sich davon verzaubern lässt. (****)
Paul Auster, Nacht des Orakels
(Oracle Night, 2003)
In seinem Roman "Nacht des Orakels" versucht Auster dem Geheimnis zufälliger Begegnungen auf die Spur zu kommen, die dem Leben ihre entscheidende Wendung geben. Der Romanheld Sidney Orr gewinnt in seinem neu geschenkten Leben zunächst alles, was er anstrebt, um wenig später durch unvorhersehbare Wendungen wieder alles zu verlieren.
Ich versuch es immer wieder - irgendwie ist er mir sympathisch, der Paul Auster. Aber außer mit "City of Glass", "Smoke", "Blue in the Face" und dem "Roten Notizbuch" kann ich mich nicht mit seinen Werken anfreunden. Was mir nun konkret an der "Nacht des Orakels" missfallen hat: Kaum steht der Personenaufbau der Hauptgeschichte wird man in die metafiktionale Ebene versetzt (der Held beginnt ja nun einen Roman zu schreiben) und muss noch einmal circa 30 Leute kennenlernen. Ach und dann kommt noch ein Filmscript … und zu guter Letzt gibt es zwar im Hauptplot ein paar überraschende Wendungen, die mich jetzt aber auch nicht wirklich überzeugt haben. (**)
Paul Auster, Das rote Notizbuch
(The Red Notebook and Other Writings, 1995)
Wie wirkt der Zufall auf unsere Existenz, und was steckt hinter dieser geheimnisvollen Macht? Diese Frage durchzieht Paul Austers gesamtes schriftstellerisches Werk. Über viele Jahre hat Paul Auster Ereignisse aus seinem Leben und aus dem Leben von Freunden festgehalten. Diese dreizehn unglaublichen Erzählungen ergeben "Das rote Notizbuch".
60 Seiten - kann man prima in einer Stunde in der Badewanne lesen, auch öfter mal in die Hand nehmen und sich an den kleinen Episoden erfreuen, die Paul Auster aufgeschrieben hat. (****)
Doloresse - 6. Apr, 14:42
in: Gelesenes
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